Die Stadtwerke Hilden benutzen Ökostrom auch unterwegs

Energie aus der Powerbank statt großes Strom-Aggregat? Lest hier, warum das ein Plus für die Arbeit unserer Mitarbeitenden und für Hilden ist.

Autor Martin Klöckner-Habicht
Veröffentlicht 20.11.2025
Kategorie: Nachhaltigkeit
Ein Monteur der Stadtwerke bedient eine Flex mit Akkustrom.

Wir als Stadtwerke Hilden gehen einen kleinen, aber wichtigen Schritt in Richtung einer saubereren Umwelt. Generatoren dienten lange Zeit als zuverlässige Energie-Lösung. Heutzutage stehen sie in Verruf – nicht zuletzt wegen ihrer Umweltauswirkungen, denn sie verbrennen eine Menge Diesel. Doch gibt es eine Alternative, die nicht nur die Umwelt schont, sondern auch langfristig kostengünstiger ist: Batteriespeicher (Akku-Systeme). In diesem Blogpost erkunden wir, warum dieser Wechsel sinnvoll ist.

1. Umweltfreundlich: Keine Schadstoffemissionen mehr

Kraftstoffgeneratoren verursachen hohen CO₂-Ausstoß, zusätzlich werden Partikel und Schadstoffe wie Feinstaub produziert. In urbanen Gebieten gelten in Deutschland und der EU strenge Grenzwerte für solche Emissionen – und selbst moderne Modelle können diese nur bedingt einhalten. Im Kontrast dazu:

Batteriespeicher speichern Elektrizität aus nachhaltigen Quellen (z. B. Solar- oder Windkraft, in diesem Fall Ökostrom der Stadtwerke Hilden) und liefern sie anschließend emissionsfrei.
Keine Verunreinigung durch Abgase oder Verschütten von Öl bei der Wartung bzw. beim Nachtanken.
Dies ist ideal für ländliche Gegenden und Wohngebiete oder Städte mit Umweltvorschriften (z. B. Baustellen in verkehrsberuhigten Zonen).

2. Vorteilhaft: Leise, wartungsarm und effizient

Geräuschentwicklung: Diesel-Generatoren erzeugen oft über 70 Dezibel – ein Akku-System dagegen ist so leise, dass es selbst in Wohngebieten unproblematisch ist.
Wartung: Generatoren erfordern regelmäßige Ölwechsel, Filterreinigung und Motorchecks. Batteriespeicher hingegen haben fast keine mechanischen Teile – ein Update der Software reicht oft aus.
Sicherheit: Kein Risiko durch brennende Öltanks oder Kohlendioxidvergiftung (typisch für Generatoren in geschlossenen Räumen). Moderne Lithium-Ionen-Batterien sind thermisch stabil und mit Schutzmechanismen ausgestattet.

3. Kosten: Höhere Anschaffungskosten vs. langfristige Einsparungen

Das Hauptargument gegen Akkus ist oft der hohe Kaufpreis. Doch wenn man den gesamten Lebenszyklus betrachtet, stellt sich ein anderes Bild dar:

Batteriespeicher: Keine Kraftstoffkosten.
Geringere Wartung.
Langlebige Lebensdauer (Lithium-Ionen: 10–15 Jahre bei optimaler Pflege).

Kraftstoffgeneratoren: Höhere Betriebskosten pro kWh (besonders bei seltenem Einsatz).
Kürzere Lebensdauer (meist 20–30 Jahre, aber mit zunehmender Instandhaltung).

4. Erfolgsbeispiele: Akkus im Einsatz

Ein Monteur arbeit mit Akku-Pack auf einer Baustelle

Auf der Baustelle sehr praktisch: Der Strom kommt genau an die Stelle, wo er benötigt wird.

Ein Beatmungsgerät in einer Privatwohnung. Der Strom kommt über einen mobilen Akku.

Und wenn vor Ort der Strom doch einmal abgeschaltet werden muss, versorgt der mobile Akku zur Not auch das Beatmungsgerät.

Unsere Stromerzeuger im direkten Vergleich

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Fazit: Der Wechsel zur Akku-Technologie ist machbar – und notwendig

Die Umstellung auf Batteriespeicher ist kein Alles-oder-Nichts-Ansatz. Wir kombinieren beide Systeme: Akkus für den täglichen Bedarf, Generatoren als Notfalllösung. So könne wir stets eine gesicherte Versorgung, auch in Notfällen, sicherstellen.

Martin Klöckner-Habicht

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